Das Licht der Welt erblickte ich im Jahr wo ABBA mit Fernando in der Jahreshitparade auf Platz eins war, und in der französischen Schweiz das Nesspresso-Kaffe-System erfunden und patentiert wurde... In einem Stübli auf einem abgelegenen Bauernhof im Entlebuch, wo auch meine fünf Geschwister zur Welt kamen.

Die Natur war da noch natürlich, die Winter sehr schneereich. Naturmaterialien habe ich beim spielen im Wald, im Garten oder im Stall bei den Tieren kennen gelernt. Schneckenhäuser sammeln, Eiszapfen pflücken und Waldbeeren naschen machten den Schulweg zum Abenteuer. In der Schule zählte dann auch alles „creative“ zu meinen Lieblingsfächern und aufwändige, geduld verlangende Arbeiten machten mir schon damals Freude. So kann ich auch heute tagelang zerdrückte Eierschalen aufkleben, Bleistiftstriche aneinander reihen, Weltkarten zerschneiden und wieder zusammenfügen oder tausende Telefonbuchseiten „röllelen“.

Der Alltag hat vieles zu bieten und so entdecke ich immer wieder neue Materialien die ich für meine Arbeiten einsetzen kann. So beispielsweise Wespennester, Veloschläuche, Knöpfe, Draht, Besteck, und vieles mehr.

Die meisten Arbeiten in meinem Atelier sind Unikate und daher einzigartig, denn in Serien zu „schaffen“ ist nicht mein Ding. Sobald ich ein Werkstück fertig habe ist da nämlich schon die nächste Idee...